BG Preise an der ECAL: Konsumgesellschaft und globale Erwärmung

BG ist seit vielen Jahren Partner der ECAL (Ecole Cantonale d’Art de Lausanne). Weshalb ist BG Partner einer Kunstschule, werden Sie sich fragen?

Vielleicht, weil wir von ihren Ansätzen zur Gestaltung von Industrieprodukten in unserer eigenen Entwicklung neuer Dienstleistungen oder als Inspirationsquelle für unsere visuelle Kommunikation profitieren können. Vielleicht auch, weil die heutige Gesellschaft und die komplexen Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, es erforderlich machen, unseren Ansatz mit künstlerischen – und nicht nur analytischen – Sensibilitäten zu konfrontieren. Die unterschiedliche Sichtweise ermöglichen, eine breitere Zielgruppe anzusprechen und diese Herausforderungen auf ganzheitliche Weise anzugehen.

In diesem Jahr haben wir uns entschieden, zwei Projekte in den Vordergrund zu stellen, die den Finger auf zwei gesellschaftliche und ökologische Phänomene legen:

  • Die Konsumgesellschaft und die Dominanz von Plastik in unserer täglichen Umfeld, indem das Konzept der „future Fossils“ eingeführt wird. Ist Plastik das Fossil, das von den Menschen hinterlassen wird?
  • Die globale Erwärmung, indem „Futuristic Objects“ vorgeschlagen werden, oder sind das nur absurde Produkte in unseren heutigen Augen?

 

Lara Zettl – Bachelor of Arts in Grafikdesign

Titel des Abschlusses: Future Fossils

Future Fossils lädt uns zu einer Reise durch die Entdeckung des ersten von Menschenhand geschaffenen Fossils ein. In fünf Kapiteln wird sein Weg von der Entstehung bis heute nachgezeichnet. Diese Ausgabe, die eine Mischung aus wissenschaftlichem Bericht und Reisetagebuch darstellt, beleuchtet die Auswirkungen des Menschen auf den Planeten, indem sie soziale, geopolitische und wirtschaftliche Aspekte kontextualisiert. Verlassene Strände, bewegte Ozeane und überfüllte Mülldeponien sind Ausdruck des umweltschädlichen kolonialen Erbes eines Materials: Plastik.

Diese versteinerten Artefakte zeugen von der exzessiven materiellen Kultur der Menschen und von einer Rivalität zwischen dem Bereich des Lebendigen und dem des Gebauten.

Paul Rees – Master in Produktdesign

Titel des Abschlusses: Futuristic Objects

Futuristic Objects ist eine Sammlung von Accessoires, die alltägliche Szenen darstellen, die durch zeitgenössische Umweltprobleme verursacht werden. Vorhandene Objekte werden an die projizierten Veränderungen angepasst, die durch die Verschlechterung der Umwelt verursacht werden. Die daraus resultierende Verhaltensänderung wird durch Bild- und Videomaterial dargestellt.

Der aktuelle Diskurs über den Klimawandel und Umweltfragen scheint sich zu wiederholen und in einem Dilemma zwischen wissenschaftlichen Fakten, die zu Veränderungen aufrufen, und unerschütterlichen etablierten Systemen erstarrt zu sein. Das Projekt bietet ein alternatives Kommunikationsmittel zu langen wissenschaftlichen Artikeln oder Gesetzen, mit dem Ziel, unsere emotionale Bindung zu diesen drängenden Fragen wiederherzustellen.

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