BG unterstützt zwei Walliser Projekte zur Erzeugung sauberer Energie

Die eine wurde letzte Woche an die Erdoberfläche gebracht, während die andere gerade dabei ist, im Boden zu verschwinden: Die Mini-Tunnelbohrmaschine „Giorgia“ hat in La Bâtiaz bei Martigny die Oberfläche erreicht, nur wenige Tage vor der Taufe einer anderen TBM namens „Janine“, die in Monthey aufgestellt wurde. Beide Projekte sind Teil eines Engagements für wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit.

Unterirdische Kabelverbindung La Bâtiaz – Le Verney (VS)

Bohrung des Tunnels abgeschlossen

Die Mini-TBM Giorgia wurde am 12. August, nach fast 9 Monaten beim Unterwerk von La Bâtiaz mit einem Mobilkran wieder an die Erdoberfläche gebracht.​​​​​

Er ist nach seiner Patin, die BG Ingenieurin Giorgia Questi bennant, wiegt 67 Tonnen und ist 6,5 m lang und 3,025 m breit.  Die Mini-TBM trägt den Schutt ab und verstärkt den Stollen durch das Verlegen von Betonröhren. Wenn das Kraftwerk Nant de Drance, eines der leistungsstärksten Pumpspeicherkraftwerke Europas, im Frühjahr 2022 den Vollbetrieb aufnimmt, wird es rund 2,5 Milliarden kWh erzeugen, was dem Jahresverbrauch von 625.000 Haushalten entspricht.

Die Verbindung wird über eine unterirdische Leitung hergestellt, die für insgesamt 12 Kabel mit 380 kV vom Posten La Bâtiaz ausgelegt ist. Giorgia hat einen Tunnel mit einem Durchmesser von 3 m zwischen Le Verney und dem Unterwerk La Bâtiaz in einer Tiefe zwischen 12 und 20 m gebohrt. Über eine Strecke von 1,2 km wurden 507 Betonröhren verlegt, um den Tunnel zu befestigen. Im Laufe dieser Zeit brachte Giorgia mehr als 24 000 Tonnen Schutt an die Erdoberfläche, der auf der Baustelle in Le Verney recycelt wurde.

2. Erdkabelverbindung in der Schweiz

Dieses Projekt der unterirdischen Kabelverbindung, bei dem BG Ingenieure und Berater sowohl als Bauherrenberater als auch als technischer Experte fungiert, ist die zweite unterirdische Leitung, die von Swissgrid, der nationalen Gesellschaft, die für das Schweizer Stromübertragungsnetz und dessen Überwachung zuständig ist, gebaut wird.

Saubere Energieversorgung in Monthey (VS)

SATOM tauft die TBM des Projektes Ecotube

Ebenfalls im Wallis, in der Region Monthey, ist am Dienstag, 17. August, mit der Taufe der TBM der Startschuss für die Bohrung eines unterirdischen Stollens im Rahmen des Projekts zum Bau einer Dampfleitung für demineralisiertes Wasser gefallen. Die TBM wurde in Anlehnung an die drei Ingenieurinnen, die an diesem Grossprojekt arbeiten, auf den Namen „Janine“ getauft. Die drei Ingenieurinnen heissen Blandine Maisonnier, Julie Italiano und Jade Senn, welche bei BG arbeitet, Dieser Brauch soll Glück bringen und die Schutzpatronin der Bergleute, die Heilige Barbara, ehren​​​​​​​. ​​​​​​​

Ecotube soll das Industriegelände der CIMO Compagnie industrielle de Monthey SA mit kohlenstofffreier Energie versorgen, die vor Ort in einer Entfernung von 2,5 Kilometern von Satom SA durch die Verbrennung von Abfällen aus der Region erzeugt wird. Konkret können durch das Projekt bis zu 45.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden, was 11.000 Autofahrten rund um den Globus oder 37.000 Flügen von Genf nach New York entspricht.

Zehn Tage lang wird die TBM „Janine“ einen 3,1 m breiten und 70 m langen Tunnel unter der Rhonebrücke graben. Der Tunnel besteht aus Betonröhren, die beim Vortrieb der TBM nacheinander eingebracht werden.

PHOTOS : © Swissgrid

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