Ende des Tunnels in Sicht – Die Hochdruckanlage der Sarenne kommt mit der Ausfahrt der Tunnelbohrmaschine Gaia zügig voran

Ein grossflächiges Wasserkraftprojekt in den Alpen

Im Herzen der Isère wurde BG Ingénieurs Conseils von der CNR (Compagnie Nationale du Rhône) von der Planung bis zur Ausführung mit der Übernahme der Generalunternehmerschaft für die Hochdruckanlage am höchsten Wasserfall (735 m) des Gebirgsflusses Sarenne beauftragt.

Für eine Produktion von etwa 35 GWh/Jahr, die den Strombedarf von 16 000 Einwohnern deckt, nahm die Baustelle der Hochdruckanlage der Sarenne im Januar 2021 ihre Arbeit auf, um 36 Monate später planmässig abgeschlossen zu werden. Diese Anlage setzt sich aus mehreren Teilgruppen zusammen:

  • die Wasseraufnahme in Huez in einer Höhe von 1 456 m, von wo aus das Wasser nach der Beseitigung unerwünschter Stoffe in Druckrohrleitungen fliesst, wobei ein Fischpass und ein Kiesablass Fischen und Sedimenten ermöglicht, sich stromaufwärts weiterzubewegen.
  • der Wasserweg von 3 660 m, der sich aus zwei unterirdischen Abschnitten zusammensetzt, die durch eine Zwischenplattform getrennt werden.
  • das Kraftwerk Bourg d’Oisans mit einer ausgestatteten Leistung von 11 MW in einer Höhe von 721 m, dessen Gebäude Erzeugungsgruppen und eine weitere Energieableitungsstelle beherbergt.

Der unterirdische Teil der Anlage wird von einem Konsortium ausgeführt, an dem Spie Batignolles GC, COGEIS und Edilmac beteiligt sind. Den Zuschlag für den Aussentiefbau erhielt Eiffage GC und die hydroelektromechanische Ausstattung wird von Actemium ausgeführt.

Der Umgebung Rechnung tragen

Nach einer Strecke von 2,3 km mit einer Neigung von 21 % fuhr die unter Bezugnahme auf die Göttin der Erde auf den Namen Gaia getaufte Hartgestein-Tunnelbohrmaschine am 9. Juni 2022 aus, nachdem sie in einem anhaltenden Rhythmus eine Galerie mit einem Durchmesser von 4,2 m ausgeführt hatte. Dank ihrer beiden Druckzylinder und von 8 Greifern gewährleistet die Maschine einen Schub von maximal 870 Tonnen. Sie wurde neu ausgelegt, um dem Tunnelbau in einem asbesthaltigen Umfeld gerecht zu werden.

Bei der Ausführung des Projekts wurde die Wahrung der biologischen Vielfalt und der Gebirgswelt kompromisslos in den Mittelpunkt gestellt. Zu diesem Zweck wurden unterschiedliche Massnahmen umgesetzt:

  • erneute Instandsetzung der Parzellen nach der Beendigung der Bauarbeiten,
  • erneute Begrünung der Standorte, die während der Bauarbeiten verändert wurden, ausserhalb der Nist- und Reproduktionszeiten,
  • die Verringerung des Einflusses der Ausstattungen auf das Leben des Stroms mittels des Fischpasses, der es insbesondere der Forelle Fario ermöglicht, sich stromaufwärts weiterzubewegen, und die Schonung der Durchflussleistung zur Gewährleistung einer Kontinuität zwischen dem der Wasseraufnahme vor- und nachgeschalteten Standort.

Die BG-Gruppe verschreibt sich erneut einem vom Umweltbewusstsein geprägten Vorhaben, das auf die Erzeugung erneuerbarer Energie ausgerichtet ist.

Die Vertreter der verschiedenen Projektmitwirkenden: Laurent Chantron (BG), Magali Neymarc (CNR), Daniel Jouve (CNR), Alexandre Schotter (Spie Batignolles GC) und Flavio Bertino (COGEIS)

Die TBM Gaïa zeigt ihren Kopf in Huez, am 9. Juni 2022

Die Belegschaft der Unternehmen Spie Batignolles GC und COGEIS vor der TBM

X
X